Wasserversorgung

Wasser­versorgung

Schutzzonenausscheidung für die Quellfassungen Turnigla, Mulin und Val Davos in der Gemeinde Trin
Öffentliche Auflage

Die Gemeinde Trin hat für die Quellen, welche der öffentlichen Trinkwasserversorgung dienen, Grundwasserschutzzonen ausgeschieden. Damit soll das zur Nutzung vorgesehene Grundwasser vor nachteiligen Einwirkungen geschützt werden. Die Ausscheidung der Grundwasserschutzzonen ist gestützt auf das Gewässerschutzgesetz zwingend erforderlich. Sie ist durch ein beauftragtes Fachbüro erfolgt.

Zum Schutz des Grundwassers bestehen, abgestuft nach Fassungszone S1, engerer Schutzzone S2 bzw. weiterer Schutzzone S3, unterschiedliche Nutzungsbeschränkungen. Die nachfolgende Aufzählung ist nicht abschliessend, massgeblich ist das Schutzzonenreglement mit zugehörigem Anhang (Gefahrenkataster).

In der Zone S1 sind nur Nutzungen zulässig, die der Fassung des Grundwassers dienen. Eine Beweidung ist nicht zulässig.

In der Zone S2 besteht für neue Bauten und Anlagen grundsätzlich ein Bau- und Grabungsverbot. Die land- und forstwirtschaftliche Nutzung ist möglich, allerdings ist das Ausbringen von flüssigem Hofdünger nicht zulässig.

In der Zone S3 ist das Erstellen und Ändern von Bauten und Anlagen sowie die land- und forstwirtschaftliche Nutzung zulässig, solange keine Gefährdung für das Grundwasser damit verbunden ist.

Auflageakten

Sanierung «Reservoir Wasserschloss Turnigla»

In einem umfassenden Inspektionsbericht verfügt das kantonale Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit (ALT), dass die Gemeinde Trin in absehbarer Zeit verschiedene Massnahmen an ihrer Wasserversorgung umzusetzen hat.
Prioritär betrifft das die Quellfassung Turnigla, den Kontrollschacht Turnigla sowie das Reservoir Turnigla. Verschiedene Anlageteile müssen instand gesetzt oder ersetzt werden, damit sie wieder den Regeln und dem Stand der Technik entsprechen.

Das Ingenieurbüro Werk13 Ingenieure (ehemals Marugg + Bruni AG) hat im Herbst 2022 mit dem Vorprojekt «Erneuerung Reservoir Wasserschloss Turnigla» einen Zustandsbericht mit Variantenstudium zuhanden der Gemeinde Trin verfasst. Seitens Gemeinde wurde dabei eine nachhaltige, langfristige Erneuerung gefordert, in der die zu sanierenden und zu ersetzenden Anlageteile den heutigen Trinkwasseranforderungen und den betrieblichen Erfordernissen im Unterhalt sowie punkto Arbeitssicherheit genügen.

Der Gemeindevorstand hat Ende 2022 die präsentierten Varianten studiert und sich in einem Richtungsentscheid einstimmig dafür entschieden, die empfohlene Variante «Neu- und Ausbau der Wasserkammer des Reservoirs» weiterzuverfolgen. Alle bestehenden Mängel werden damit behoben und die Gesamtsituation wird den heutigen Anforderungen an ein Trinkwasserreservoir angepasst sowie auf lange Sicht merklich verbessert. Das betrifft unter anderem die solidere Auslegung des Reservoirs betreffend der Grösse und damit einer optimalen Verweildauer des Wassers im Reservoir, die Verbesserung der Zugänge vor Ort und der Handhabung der Anlageteile im Unterhalt. Mit der geplanten Vergrösserung des Schieberhauses wird auch der direkte Zugang zur Wasserkammer optimiert. Zudem kann eine Durchflussmessung eingebaut werden. Eine solche ist aktuell nicht vorhanden.

Die Projektierungsphasen im Jahr 2023 umfassen die Ausarbeitung des Bauprojekts, das Bewilligungsverfahren (BAB) und die Ausschreibung (Submissionen) der notwendigen Leistungen und Arbeiten im Sommer 2023. Der Abschluss dieser Phasen wird bis Ende August 2023 erfolgen, damit der Gemeindevorstand mit einem detaillierten Bauprojekt (inkl. Kostenvoranschlag) an der Gemeindeversammlung Ende 2023 den notwendigen Kredit für die geplanten Bauarbeiten beantragen kann. Die eigentlichen Bauarbeiten werden im Verlauf des 2024 ausgeführt.